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Joev

“Ich möchte nicht erklären müssen … ich möchte dass die Leute einfach hören …” antwortet Joev auf die Frage, wer er als Musiker sei. Seine Musik, dann hörend, voller Soundsphären, komplex, verzweigt und vielschichtig lässt sich kaum mit wenigen Worten fassen. 

Versuche gab es natürlich trotzdem schon. Der Blog ´Rote Raupe`  zum Beispiel, beschrieb Joevs erste Ep, die er als Selfrelease auf Bandcamp veröffentlichte, “als zusammenkunft von nine inch nails mit the notwist”. Mit den Verweisen ist es ja immer so eine Sache, aber hier sind sie vor allem als musikalische Wurzeln zu deuten – Einflüsse, aus denen dann etwas Eigenes entsteht. 

Sich wiederwillig gegen Genregrenzungen aufbeugend, ist Joevs Musik ein stetiges Experiment von Grenzüberschreitungen- soviel sei dann doch gesagt. Es geht ihm um die Freiheit, die der Musiker heute hat, die aber gleichzeitig auch seine Aufgabe sei. Es geht um das Aufbrechen von bestehenden Regeln. Taktregeln, Harmonieregeln, … Regeln überhaupt.

´arc` nennt Joev nun seine neue EP, die eine kleine Geschichte erzählt die sich wie ein Bogen spannt. …Ein Bogen, der irgendwann ein Kreis wird oder an dessen Ende ein neuer Bogen wächst. Das wird man sehen.

Und die Soundelemente? Sind alle selbst gesammelt und aufgenommen, rhythmisch zusammengesetzt und arhythmisch wieder de-konstruiert.  Während Joevs erste EP ´Flash of Energie` sich aus den Klängen einer Gitarre und allerlei Krimskrams zusammen setzt, verfremdet und jeden Ton ausnutzt, widmet sich ´arc` vor allem den Klängen aus Metall. Man klettert auf Gerüste beim Hören, die schwingen und sich biegen. Oder sitzt unter einem großen Bogen aus Metall, irgendwo in der Natur, und lauscht den Fingern, die mal sanft, mal energisch auf die Oberfläche trommeln.

Text: eve- carlice (de) / martin pleiß (engl) / Artwork: jadwiga slesak

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